Beim Geld leihen auf die Konditionen achten

07.06.2023, 08:35 Uhr in Service, Anzeige
Sparen Kleingeld Pflanze pixabay
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Für größere Ausgaben reicht oftmals das monatliche Gehalt nicht aus. Daher muss darauf im Voraus gespart werden. Es kann eine Alternative sein, sich einen Teilbetrag zur Gesamtausgabenhöhe schon vor dem völligen Erreichen des Sparziels dazu zu leihen. Das hängt von den Umständen ab.

Zinsen und Kosten vergleichen

Bevor eine Anschaffung oder eine größere Ausgabe getätigt wird, sollte deren Finanzierung gründlich geplant und durchgerechnet werden. Zu den Kosten für die Ausgabe selbst können Kosten für das geld leihen hinzukommen. Genauso, wie für die Ausgabe selbst meistens recherchiert, verglichen und überlegt wird und der Preis meistens mit in die letztliche Entscheidung einfließt, sollte auch für die Finanzierung recherchiert, verglichen und überlegt werden. Die Zinsen für einen Kredit und die Kosten für dessen Abwicklung zählen bei Anschaffungen als Anschaffungsnebenkosten und sind keineswegs feststehend, sondern abhängig vom jeweiligen Angebot des jeweiligen Anbieters. Ein Vergleich dieser unterschiedlichen Angebote sollte stets vorgenommen werden. Die Kreditabwicklungskosten werden in der Regel bei Vertragsabschluss einmalig gezahlt. Dagegen werden die Zinsen zusammen mit den monatlichen Raten fällig und schmälern die tatsächliche Tilgung durch Abzug der fälligen Zinsen von den monatlichen Raten. Verglichen werden sollten daher der effektive Jahreszins der unterschiedlichen Anbieter sowie Abschlussgebühren.

Vorhandenes Einsparpotential ermitteln

Viele Geldinstitute bieten ihren Kunden einen Überziehungskredit an, um die Liquidität besonders vor den Lohn- und Gehaltseingängen zu gewährleisten. Hier geht es zum Beispiel auch darum, dass die Miete weiter pünktlich überwiesen werden soll, auch wenn das Gehalt unerwartet einmal einen Tag länger unterwegs sein sollte. Der sogenannte Dispositionskredit ist nur für diesen Zweck gedacht und sollte monatlich voll wieder ausgeglichen werden. Die monatlichen Renten-, Unterhalts- und Gehaltseingänge sind bei den meisten Geldinstitutskunden zur Monatsmitte oder zum Monatsende zu verzeichnen. Banken und Sparkassen müssen daher fast alle Dispositionskredite der Kunden zur selben Zeit gewähren. Auch daher sind sie relativ teuer. Im Vergleich dazu können Ratenkredite mit einer fest vereinbarten Rückzahlungsrate kostengünstiger angeboten werden, da die Rückzahlungsdauer hierbei für die Anbieter kalkulierbar ist. Mit einem Vergleich der Kosten für die Ausschöpfung des Dispositionskredits mit den Kosten für Ratenkredite der unterschiedlichen Anbieter kann das vorhandene, persönliche Einsparpotential ermittelt werden.

Rückzahlungen im Blick behalten

Wer sich Geld leihen möchte, sollte stets die Rückzahlungsraten im Blick behalten. Dies gilt sowohl während der laufenden Rückzahlungen als auch vor dem Abschluss eines Kreditvertrags. Vor dem Abschluss ist es wichtig, dass die Raten ganz aus dem getilgt werden können, was sicher monatlich dafür übrigbleibt. Hierbei sollte auch berücksichtigt werden, inwieweit die zu tätigende Ausgabe einen zusätzlichen Einfluss auf die monatlichen Einnahmen und Ausgaben hat. Fallen in Zusammenhang mit der Anschaffung künftig monatliche Ausgaben an, so steht dieser Betrag dadurch nicht zur Kredittilgung zur Verfügung. Können durch die Anschaffung dagegen zusätzliche Nebeneinnahmen erzielt werden, so können diese anfangs, nach Abzug der hierfür erforderlichen regelmäßigen Ausgaben, oftmals voll zur Kredittilgung verwendet werden. Wenn beispielsweise ein Klavier angeschafft werden soll, um Klavierunterricht geben zu können, so wird die Anschaffung durch dessen Nutzung zu diesem Zweck refinanziert. Für eine saubere Kalkulation können aber nur bestehende Lehrverträge einkalkuliert werden.