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Mainfranken/Bayern: ADAC-Jahresstaubilanz – Längster Stau in der Region

vor 3 Monaten in Lokales
Stau auf der Autobahn
Foto: pixabay.com

Mehr als 20 Kilometer – so lang ist der längste Stau auf den bayerischen Straßen im vergangenen Jahr gewesen. Und zwar in der Region. Das hat der ADAC in seiner Jahresbilanz mitgeteilt.

Zwischen Würzburg/Randersacker und der Anschlussstelle Geiselwind in Fahrtrichtung Nürnberg hatte es sich am 17. Juli 22 Kilometer gestaut. Die Dauer: Knapp zehn Stunden.

An dem Tag war die Fahrbahn zwischen Wiesentheid und Geiselwind aufgrund einer Nachtbaustelle bis sechs Uhr gesperrt. Durch viel Verkehr – unter anderem den Sommerferienstart in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland – war viel los und es kam zu einem langen Rückstau.

Wie schon seit Jahren ist die A3 zwischen Frankfurt und Nürnberg einer der großen Stauschwerpunkte – gerade zu Reisezeiten.

Wieder mehr Staus im zweiten Corona-Jahr

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr und auch längere Staus als noch im Jahr 2020. Demnach hatten die Staus in Bayern eine Gesamtlänge von 159.000 Kilometern – das ist ein Zuwachs von 50 Prozent im Vergleich zum ersten Corona-Jahr.

Daneben ging auch die Staudauer spürbar noch oben. Insgesamt standen die Autofahrer knapp 53.500 Stunden im Stau – das ist eine Steigerung von knapp 70 Prozent.

Laut des ADAC war vor allem der Urlaubsverkehr im Sommer dafür verantwortlich – viele Menschen sind im Vergleich zu 2020 wieder deutlich mehr verreist. Bevorzugt im Auto oder Wohnmobil.

Rund 40 Prozent weniger Staukilometer als 2019

Dennoch haben die Staus in Bayern im vergangenen Jahr noch kein vorpandemisches Niveau erreicht. Im Vergleich zu 2019 gab es im vergangenen gut 40 Prozent weniger Staukilometer. Das lasse sich mit dem geringeren Pendler- und Berufsverkehr und weiterhin hohen Homeoffice-Anteilen erklären, so der Verkehrsclub.

Für das laufende Jahr rechnet der ADAC damit, dass sich die Verkehrssituation auf den Autobahnen wieder normalisiert. Damit es dauerhaft weniger Staus gibt, müssen der ÖPNV und der Schienenverkehr attraktiver werden, so der Verkehrsclub.