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Mainfranken/Berlin: Diskussionen um Lockdown

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vor einem Monat in Lokales
Coronavirus Darstellung in rot
Foto: pixabay.com

Bund und Länder schalten sich am Donnerstag zu einer neuen Corona-Sitzung zusammen. Immer lauter werden die Forderungen nach einem neuen Lockdown.

Auch der Würzburger Mikrobiologe Oliver Kurzai vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie an der Uni Würzburg hält einen Lockdown für ein denkbares Mittel.

Mikrobiologe Kuzai: "Appelle reichen nicht!"

Fest stehe, dass angesichts der Lage in den Kliniken sofort und in erheblichem Umfang gehandelt werden müsse. Appelle reichten da nicht aus. Man müsse sich vor Augen halten, dass Maßnahmen die man jetzt ergreife erst in zwei bis drei Wochen Wirkung zeigten. Gleichzeitig sei man aber schon jetzt so weit, dass die Bundeswehr Patienten aus Bayern in andere Bundesländer ausfliegen muss.

Der Schulbetrieb könne nach Ansicht von Kurzai weitergehen, da sich Schüler mehr in der Freizeit als in den Schulgebäuden selbst ansteckten.

Kinderarzt für Schul- und Kita-Schließung

Anders sieht das der Sprecher der Kinder- und Jugendärzte in Unterfranken, Jürgen Marseille aus Röttingen. Er spricht sich auch für einen Lockdown oder Teil-Lockdown in Schulen und Kitas aus. Nur so ließe sich verhindern, dass Kinder auch ihre bereits geimpften Eltern anstecken. Das Corona-Virus breitet sich vor allem bei den 5- bis 14-Jährigen aus.