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Mainfranken: Feuerwehr warnt vor beliebten Teelicht-Öfen

12.10.2022, 05:55 Uhr in Lokales
Ein Teelicht brennt
Foto: Pixabay.com

Die Feuerwehren in Mainfranken warnen vor dem Einsatz sogenannter Teelicht-Öfen. Die Nachfrage nach den dekorativen Öfen ist vor dem Hintergrund der Energiekreise stark gestiegen. Die Brand und Verletzungsgefahr sei allerdings sehr hoch, heißt es von den Feuerwehren.

Gefährlicher Wachsbrand droht

Bei den oft auch selbstgebauten Teelichtöfen sind Tontöpfe (oft Blumentöpfe) verkehrt herum, oberhalb von mehreren brennenden Teelichtern angebracht. Stehen die Kerzen allerdings ein bisschen zu nah aneinander droht ein Wachsbrand. Zum Vergleich: Teelichter brennen mit bis zu 250 Grad, ab einer Temperatur von 280 Grad droht aber bereits das Wachs in Flammen aufzugehen. In diesem Fall breiten sich die Flammen dann auch zur Seite aus und können hoch werden.

Verpuffungsgefahr beim falschen Löschen

Der größte Fehler wäre, so einen Wachsbrand mit Wasser zu löschen, in diesem Fall droht sogar eine Verpuffung – schwerste Verbrennungen drohen. Im Falle eines Wachsbrandes sollten die Flammen durch Abdecken mit einer Decke oder mit einem Pulverfeuerlöscher erstickt werden.

Gefahr durch Kinder und Tiere

Auch abgesehen von einem Wachsbrand besteht bei den Teelichtöfen hohe Verletzungsgefahr durch Haustiere oder Kinder, die dagegen stoßen.

Hohe Nachfrage nach Teelichtöfen

Die Teelichtöfen erfreuen sich großer Beliebtheit. Es gibt sie bereits fertig zu kaufen, können aber z.B. mit Blumentöpfen sehr leicht selbst gebaut werden. Baumärkte in Mainfranken bestätigen derzeit eine hohe Nachfrage nach den entsprechenden Materialien.

Tatsächlich eigenen sich Teelichtöfen nicht zum Beheizen von Zimmern: Ein Teelicht erreicht eine Heizleistung von ca. 40 Watt. Pro Quadratmeter benötigt man zum Heizen allerdings eine Leistung von etwa 100 bis 150 Watt.

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