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Mainfranken: Frauen beim Einkommen stark benachteiligt - NGG kritisiert Lohnunterschiede in der Region

vor einem Monat in Lokales
Lohnunterschied frauen maenner neu
Foto: NGG Region Unterfranken

Frauen, die im Lebensmittel -und Gastronomiegewerbe arbeiten, werden beim Einkommen stark benachteiligt – das kritisiert die zuständige Gewerkschaft NGG Region Unterfranken und fordert mehr Lohngerechtigkeit. Die NGG beruft sich dabei auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. In der Region verdienen Frauen, die eine Vollzeitstelle haben, im Schnitt rund 560 Euro netto und damit 16 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Besonders deutlich zeigt sich der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen im Landkreis Main-Spessart: Dort verdienen Frauen aktuell rund 750 Euro netto und damit 20 Prozent weniger. Im Kreis Kitzingen sind es 18 Prozent, in Stadt und Landkreis Würzburg jeweils 12 Prozent.

Die Zahlen zeigen, dass es bis zu einer echten Lohngerechtigkeit noch ein weiter Weg sei, so die NGG-Region Unterfranken. Gerade bei Tätigkeiten, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden – wie im Verkauf einer Bäckerei – seien die Einkommensunterschiede besonders groß. Das habe auch damit zu tun, dass sich Fleischereien, Bäckereien, Hotels und Gaststätten häufig nicht an Tarifverträge hielten – und viele Frauen in niedrigeren Positionen mit geringeren Löhnen abspeisten. Hinzu komme, dass Frauen überdurchschnittlich oft in Teilzeit- und Minijobs arbeiteten. Daher fordert die NGG unter anderem einen verbindlichen Anspruch auf gleiches Geld für gleiche Arbeit und eine strukturelle Reform der Minijobs.