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Mainfranken: Gesundheitliche Gefahren durch Klimawandel befürchet

17.07.2023, 05:01 Uhr in Lokales
Die Sonne brennt vom wolkenfreien, blauen Himmel
Foto: pixabay

Der Klimawandel könnte in den kommenden Jahrzehnten gravierende Folgen für die Gesundheit der Menschen in der Region haben. Das ist die Befürchtung von Klimaforscher Professor Heiko Paeth von der Uni Würzburg.

Der Grund: Nach aktuellen Prognosen könnten in zwei bis drei Generationen die nächtlichen Tiefsttemperaturen im Sommer künftig die 20 Grad-Marke nicht mehr unterschreiten. Dies habe zur Folge, dass Herz-Kreislauf-Probleme zunehmen würden. Bei älteren und kranken Menschen, aber auch bei Kindern und Babys könne dies sogar vermehrt zu einem Kollaps führen, so Paeth.

Wenn nichts gegen den Klimawandel getan wird, steigen die Temperaturen laut den Berechnungen der Universität Würzburg in großen Städten mit Kessellage wie etwa Würzburg bis Ende des Jahrhunderts deutlich an. Danach werden dort nächtliche Tiefstwerte von 30 Grad prognostiziert, in den Landkreisen könnten es rund 25 Grad sein.

Deswegen sei es wichtig - so Paeth - dem Klimawandel entgegenzuwirken: Dazu würde unter anderem zählen, weniger Flächen in den Städten zu versiegeln und stattdessen auf Stadtbäume zu setzen. So habe beispielsweise eine Stadtlinde eine Kühlleistung von 150 bis 250 Kühlschränken.