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Mainfranken: Viele Pflegebedürftige Menschen – Situation bleibt weiterhin angespannt

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28.05.2024, 05:30 Uhr in Lokales
Pflege Senioren Altenheim Pflegeheim
Foto: pixabay.com

​​Gesundheitsminister Lauterbach hatte am Wochenende Alarm geschlagen: die Zahl der Pflegebedürftigen sei im letzten Jahr um ein Vielfaches mehr gestiegen als prognostiziert. Gleichzeitig fehle es an Pflegepersonal.

​Dieses Problem ist allerdings alles andere als neu – schon seit Jahren warnen Pflege-Einrichtungen in der Region vor fehlenden Mitarbeitenden in der Pflege. Das bayernweite Bündnis „Dienst-Tag für Menschen“ macht deshalb seit einigen Monaten auch mit einer Plakat-Aktion auf diese angespannte Situation aufmerksam, so die Juliusspitalstiftung auf Anfrage.

​Die Kampagne heißt „zappenduster“ - Mit großen schwarzen Plakaten, die zum Beispiel mit der Frage „Wer holt dich ab, wenn du einen Schlaganfall hast?“ bedruckt sind, will das Bündnis zum Nachdenken anregen. Die Plakate sind dabei an prominenter Stelle in der Würzburger Innenstadt angebracht. So zum Beispiel am Mainfranken Theater oder dem Juliusspital.

​In den letzten Jahren wurden nach Angaben der Stiftung zahlreiche Gespräche mit Bundestagsabgeordneten und Regierungsparteien geführt, bislang allerdings ohne weitere Resonanz oder Unterstützung.

​​​Grundsätzlich gebe es nämlich noch viel zu tun, um für die Zukunft gewappnet zu sein, so die Juliusspitalstiftung weiter. Zumindest lassen die Aussagen von Gesundheitsminister Lauterbach aber zumindest ein wenig Hoffnung zu, dass die Politik das Problem jetzt verstanden hat.

Beschäftigte in Mainfranken

​In Mainfranken sind derzeit in den Krankenhäusern 85 Stellen unbesetzt. In Pflegeheimen sind es 48 Stellen, so die Agentur für Arbeit. Im vergangenen Jahr waren zur gleichen Zeit noch etwa 25 Stellen unbesetzt. Die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher sein. Nicht alle Einrichtungen geben ihre offenen Stellen weiter, so die Agentur für Arbeit. Insgesamt arbeiten in der Region im Alten-, Pflege- und Rettungsdienst etwa 11.600 Menschen. ​

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