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Mainfranken/Würzburg: Kredit aufnehmen lohnt sich – das Sparbuch nicht

vor 2 Monaten in Lokales
Die bunten Euro-Geldscheine
Foto: pixabay.com

Lohnt es sich einen Kredit aufzunehmen? Wie sinnvoll ist aktuell ein Sparbuch? Und was passiert mit meiner Filiale vor Ort? Mit diesen Fragen hat sich die Sparkasse Mainfranken Würzburg beim Jahrespressegespräch am Montag auseinandergesetzt.

8,4 Milliarden Euro haben Kunden insgesamt 2021 bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg angelegt. Und damit 6,1 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Vor allem das klassische Sparbuch lohnt sich dabei aktuell aber nicht besonders. Denn hier liegt nach Vorgabe der Europäischen Notenbank der Zins aktuell bei - 0,5 Prozent. Dazu kommt die derzeitige Inflationsrate von 4,9 Prozent in Deutschland.

Stattdessen empfiehlt Bernd Fröhlich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainfranken Würzburg, sein Vermögen breit zu streuen und einen Teil in Aktien, einen Teil aufs Tagesgeldkonto und einen Teil beispielsweise in Immobilien anzulegen. Wichtig sei dabei aber zu schauen, was individuell für einen selbst das Beste sei.

Kredite können sich lohnen

Positiv wirkt sich das hingegen auf Kredite aus. Durch die hohe Inflationsrate, die höher ist als der Normalzins (der Betrag, den man bei Kreditaufnahme als Zinsen obendrauf zahlt) ergibt sich ein negativer Realzins (Realzins = Normalzins – Inflationsrate). Das bedeutet, wer einen Ratenkredit abschließt und so Schulden aufnimmt, zahlt weniger zurück, als er aufgenommen hat.

1,52 Milliarden Euro hat die Sparkasse Mainfranken Würzburg im Jahr 2021 an Krediten ausbezahlt. Gleichzeitig haben Kreditnehmer im vergangenen Jahr 965 Millionen Euro zurückgezahlt. Für die Neugründung von 90 Unternehmen hat die Sparkasse 2021 rund 17 Millionen Euro zu Verfügung gestellt.

Der Überschuss für das Geschäftsjahr 2021 beträgt rund sieben Millionen Euro. Diese Mittel fließen in das Eigenkapital.

Momentan keine Filialschließung geplant

Wie steht es um die Filialen in der Region? Derzeit unterhält die Sparkasse Mainfranken Würzburg 95 Filialen, 67 davon mit Personal vor Ort, der Rest sind Selbstbedienungs-Filialen.

Konkrete Pläne zu einzelnen Schließungen gebe es derzeit nicht, sagt Bernd Fröhlich. Aber man prüfe regelmäßig, wie die Nachfrage nach den einzelnen Filialen ist. Einzelne Schließungen sind also nicht ausgeschlossen, derzeit aber nicht vorgesehen.

Die derzeit 1467 Arbeitsplätze wolle man in den nächsten fünf Jahren um bis zu 150 Stellen reduzieren. Das bedeute in erster Linie aber keine Entlassungen, stattdessen wolle man Personal, das beispielsweise in Rente geht, nicht mehr 1:1 nachbesetzen.

850 Projekte unterstützt

2,5 Millionen Euro hat die Sparkasse Mainfranken Würzburg im vergangenen Jahr in gemeinnützige Projekte investiert. 850 Projekte aus Bereichen wie Kunst, Kultur, Sport und Wissenschaft wurden so in der Region gefördert.

Anfang Oktober feiert die Sparkasse Mainfranken Würzburg zudem ihr 200-jähriges Jubiläum.