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Ochsenfurt: Klinik schreibt Brandbrief an Regierung

vor einem Monat in Lokales
Ein Stethoskop auf einem Terminplan Klinik
Foto: Pixabay.com

Weil das Klinikpersonal weiterhin überarbeitet und erschöpft ist, hat sich die Main-Klinik Ochsenfurt in einem offenen Brief an die Politik gewandt. In dem Schreiben kritisieren die Mitarbeiter der Klinik vor allem, dass keine Besserung in Sicht sei.

Vor allem durch die Corona-Pandemie und die Überlastung der Intensivstation fehle es an Personal. Gleichzeitig sei es problematisch, dass akute Operationen auf Anordnung der Regierung von Unterfranken aktuell verboten seien. So werde mehr Platz für Covid-Patienten geschaffen aber gleichzeitig entstehe ein Wettbewerbsnachteil für die Klinik. Das beeinflusse auch den Nachwuchs – denn für Ausbildungszwecke sei es besser, an eine Klinik zu gehen, an der alle OPs durchgeführt werden.

Ein weiteres Problem sei die Bürokratie, die sich während Corona nicht verbessert habe und wichtige Zeit in Anspruch nehme. Auch die alleinige Impfpflicht für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen sehen die Klinikangestellten kritisch. Sie fordern eine Impfpflicht für alle.

Es habe schon erste Rückmeldungen auf den Brief gegeben, so eine Sprecherin der Klinik. Der Brief werde auch an den bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek weitergeleitet. Außerdem werde es im Januar eine Video-Konferenz mit dem FDP-Abgeordneten Andrew Ullmann geben.