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Schweinfurt: Babymord-Prozess – Mutter muss über acht Jahre ins Gefängnis

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vor einem Monat in Lokales
Das Gerichtsgebäude in Schweinfurt
Foto: Primaton Schweinfurt

Im Babymord-Prozess von Schweinfurt ist am Donnerstagnachmittag das Urteil gefallen. Die Angeklagte wurde vom Landgericht wegen Totschlags zu acht Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Die Begründung des Gerichts: Die 27-Jährige habe rücksichtslos gehandelt, weil sie sich durch das Baby wirtschaftlich und persönlich nicht hatte einschränken lassen wollen. Damit liegt das Urteil über der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe von siebeneinhalb Jahren. Die Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert.

Laut Anklage hatte die 27-Jährige ihr Baby vor einem Jahr im Bad zur Welt gebracht. Sie hatte den Jungen unter feuchter Kleidung versteckt und er war daraufhin erstickt oder an Unterkühlung gestorben. Der Vater des Kindes fand es schließlich beim Aufräumen im Bad, nachdem er seine Lebensgefährtin ins Krankenhaus gebracht hatte. Die Frau hatte bereits die Schwangerschaft verheimlicht. Sie hat bereits ein zehn Jahre altes Kind.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.