Anzeige

Unterfranken: Polizei warnt wieder vor Schockanrufen

vor 10 Tagen in Lokales
Eine alte Frau mit einem Telefon in der Hand
Foto: pixabay.com

Die Polizei Unterfranken warnt aktuell erneut vor Telefontrickbetrügern, die ihr Glück in der Region versuchen. Am Montagnachmittag ist ihnen eine 60-Jährige aus Würzburg in die Falle getappt – die Betrüger erbeuteten Schmuck im Wert von über 40.000 Euro.

Die 60-Jährige erhielt einen Anruf von angeblichen Justizmitarbeitern: Ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Französin ums Leben gekommen sein soll. Deswegen müsse die Tochter angeblich nach Frankreich ausgeliefert werden. Die 60-Jährige könne die Auslieferung allerdings durch eine Übergabe von Bargeld oder Schmuck verhindern. Genau das tat die Frau. Erst als sich die 60-Jährige bei der Justiz nach dem Verbleib ihrer Tochter informieren wollte, fiel der Betrug auf.

Die Kripo Würzburg die Ermittlungen aufgenommen. Daneben gibt die Polizei folgende Verhaltenstipps:

  • Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
  • Wichtige Daten von Personalausweisen und Reisepässen niemals am Telefon übermitteln! Die Polizei oder auch andere Behörden erfragen solche Daten nicht telefonisch bei Ihnen.
  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben! ·
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!