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Unterfranken: Schnupfen, Husten, Fieber – aktuell viele Kinder krank

vor einem Monat in Lokales
Kinder im Kindergarten malen Bilder
Foto: Pixabay.com

Schnupfnasen, bellender Husten und Fieber – aktuell rollt eine Infektwelle durch die Kitas und Kinderbetreuungseinrichtungen. Das bestätigt Jürgen Marseille, Kinderarzt aus Röttingen und Obmann der unterfränkischen Kinder- und Jugendärzte. Er spricht davon, dass die ausgefallene Welle vom Winter nun nachgeholt werde. Die Anti-Corona-Maßnahmen, Schließungen der Einrichtungen und der fehlende Kontakt hatten dafür gesorgt. Nun haben Krippen und Co. wieder geöffnet und die Viren würden munter ausgetauscht. Verhindern, dass das eigene Kind krank wird, sei unmöglich. Die Einrichtungen könnten aber ein Stück weit dazu beitragen, indem sie so viele Aktivitäten wie möglich an der frischen Luft durchführen. Dort stecke man sich seltener an.

Erkältet oder Corona?

Weil sich die Corona- und die Erkältungssymptome teils überschneiden, ist es für die Kinderärzte derzeit schwierig zu unterscheiden. Häufig würden in Unterfranken deshalb PCR-Tests durchgeführt. Marseille ist kein positiver Fall bekannt. Trotzdem müssten neue Empfehlungen für Impfungen von Kindern her – Marseille hofft auf eine angepasste Aussage der Ständigen Impfkommission. Dies wertet demnach zurzeit noch entsprechende Studien aus.

Wann müssen sich Eltern Sorgen machen?
Zehn Infekte zwischen Oktober und April seien für Kinder normal – auch, wenn bei der Hälfte davon Fieber hinzukommt, erklärte Marseille. Genauer hinschauen sei angebracht, wenn das Kind immer wieder die gleichen Symptome zeige – etwa andauernd eine Mittelohrentzündung habe. Auch mehr als eine Lungenentzündung im halben Jahr sei auch ein Grund für weitere Untersuchungen. Gleiches gilt, wenn das Wesen des Kindes komplett verändert ist – etwa ein aufgewecktes Kind nur noch schlafen will.