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Würzburg: Baustellenprozess – Baufirmen-Chef zu Geldstrafe verurteilt

vor einem Monat in Lokales
Verschiedene Geldscheine aufgefächert
Foto: Funkhaus Würzburg

Im Baustellen-Prozess vor dem Würzburger Amtsgericht ist der Chef der Baufirma am Montagnachmittag zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn wegen fahrlässiger Tötung schuldig. Der Mann hatte bereits zuvor gegen eine Geldstrafe von 7.200 Euro Einspruch eingelegt – deswegen kam es jetzt zum Prozess.

Vor rund zwei Jahren war ein Mitarbeiter der Baufirma auf einer Baustelle ums Leben gekommen. Der 35-Jährige sollte gemeinsam mit einem Kollegen einen Rohbau am Hubland winterfest machen. Dabei verlor der Handwerker den Halt, stürzte rund vier Meter in die Tiefe und schlug mit dem Kopf auf den Beton auf. Dem Chef der Baufirma wird vorgeworfen, nicht genug für den Arbeitsschutz in Form eines Gerüsts oder von Gurten getan zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.