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Würzburg: Grüne fordern Aufklärung nach Strohpuppen-Aktion

vor einem Monat in Lokales
Eine Demo des Dritten Wegs auf dem  Barbarossaplatz
Foto: Funkhaus Würzburg

Nach einer umstrittenen Strohpuppen-Aktion der rechtsextremen Partei „Der Dritte Weg“ in Würzburg fordern die Grünen im Landtag jetzt dringende Aufklärung. Dabei geht es ihnen unter anderem um die Frage: Wieso wurde der Partei so ein propagandistischer Erfolg ermöglicht? Die Grünen kritisieren, dass Staatsanwaltschaft und Polizei zunächst keinen Anlass gesehen haben, einzugreifen.

Am Barbarossaplatz hatten Mitte September die rund 20 Demo-Teilnehmer die tödliche Messerattacke vom 25. Juni nachgestellt. Sie legten drei Strohpuppen auf den Boden – mit Kunstblut beschmiert und drei Bildern der Kanzlerkandidaten sowie dem Schriftzug „Schön bunt hier.“ Danach gingen mehrere Anzeigen ein. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und sieht einen Anfangsverdacht der Volksverhetzung und der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten.