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Würzburg: Innenstadt soll Parkplatz-frei werden

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vor 3 Tagen in Lokales
Autos stehen in einem Parkhaus
Foto: Pixabay.com

In der Würzburger Innenstadt soll es künftig keine öffentlichen Straßenparkplätze mehr geben. Das ist ein Vorschlag mehrerer Stadtratsfraktionen – diesen werde sie in den Stadtrat einbringen und haben dabei auch die Mehrheit.

Der sogenannte Individualverkehr soll künftig in Parkhäuser gelenkt werden. Dazu soll es ein Park & Ride Parkhaus an der Feggrube in der Sanderau, ein neues Parkhaus am Bürgerspital und eine Vergrößerung des geplanten Neubaus des Quellenbachparkhauses am Hauptbahnhof geben.

Nur wenige Parkplätze bleiben

Bestehende Parkplätze in der Innenstadt sollen begrünt werden, nur Anwohnerstellplätze und wenige Kurzzeitparkplätze sollen bleiben. Zusätzlich soll das Parken auf der Talavera künftig einen Euro in der Stunde kosten. Grundsätzlich sollen Parkplätze aber erst dann gestrichen werden, wenn eine Alternative geschaffen wurde.

Parkschein als Fahrkarte

Zusätzlich sollen mehr Autofahrer durch attraktive Park & Ride Angebote auf den ÖPNV umsteigen. So könnte beispielsweise der Parkschein als Fahrschein in Bus und Bahn gelten. Weiter sollten die Takte im Nahverkehr noch weiter verdichtet werden.

Fußgängerbeauftragter soll kommen

Auch die Erreichbarkeit der Innenstadt für Radfahrer und Fußgänger soll sich verbessern. Dazu soll unter anderem ein Fußgängerbeauftragter eingeführt werden.

Kompromiss über Parteigrenzen hinweg

„Das bisherige Stadtentwicklungs- und Verkehrskonzept sei von Einzelmaßnahmen geprägt gewesen, jetzt habe man einen allgemeinen Kompromiss gefunden“, so Klimabürgermeister Martin Heilig (Grüne). Beteiligt sind die Grünen, FWG, FDP/Bürgerforum, die Linke, ÖDP und Stadträte von Würzburger Liste und Zukunft für Würzburg – und damit die Mehrheit. Der Grundsatzantrag wird am 21. Oktober im Stadtrat behandelt.