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Würzburg: Kranzniederlegung für ermordete Sinti und Roma

02.08.2023, 18:00 Uhr in Lokales
Gedenken für ermordete Sinti und Roma
Foto: Funkhaus Würzburg

Sie wurden systematisch ausgegrenzt, verschleppt, eingesperrt und in einer einzigen Nacht zu tausenden ermordet. Heute, am Europäischen Holocaust-Gedenktag, legt die Stadt Würzburg am Paradeplatz einen Kranz für Sinti und Roma nieder.

Neben Oberbürgermeister Christian Schuchardt wird auch Serenada Schneeberger vom Verband Deutscher Sinti und Roma am 2005 errichteten Mahnmal eine Rede halten und dabei nicht nur auf die Verbrechen der Vergangenheit eingehen.

Auch soll es um aktuelle Formen und Auswirkungen von Antiziganismus, sowie die neu geschaffene „Landesmeldestelle Antiziganismus“ gehen.

Der 2. August ist dabei bewusst als Gedenktag gewählt. In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 sind auf Befehl der SS hin die letzten im KZ Auschwitz-Birkenau noch lebenden Sinti und Roma in den Gaskammern ermordet worden.

Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau geht von rund 4.300 Menschen aus, die in dieser Nacht ermordet worden, die meisten von ihnen Mütter, Kinder und alte Menschen.

Aktuell leben in Würzburg etwa 100 bis 150 Sinti, schätzt Erich Schneeberger, Landesvorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma. Bayernweit seien es rund 12.000.

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