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Würzburg: Mehr Essstörungen seit Corona – Suchtberatung klärt auf

vor einem Monat in Lokales
Eine junge Frau sitzt verzweifelt auf einer Wiese
Foto: pixabay.com

Seit Beginn der Coronapandemie ist die Zahl der Menschen mit Essstörungen bundesweit gestiegen. Das ist auch in unserer Region der Fall, bestätigt die Suchtberatung in Würzburg.

Demnach sei eine Essstörung mittlerweile der zweithäufigste Grund, warum Betroffene die Suchtberatung aufsuchen. Vor Corona war das noch die Glücksspielsucht – während der Lockdowns waren die Spielhallen aber über längere Zeit geschlossen. Die meisten Menschen gehen wegen Alkoholproblemen zur Würzburger Suchtberatung.

Zusammenhang Corona und Essstörung

Die meisten Betroffenen, die wegen einer Essstörung kommen, sind zwischen 18 und 30 Jahre alt, so Jana Kürschner von der Suchtberatung. Den Grund für die starke Zunahme während Corona sieht sie vor allem in der einsamen und eingeschränkten Zeit während der Lockdowns. Anstatt sich mit Freunden zu treffen, haben viele Betroffene Zeit gehabt, sich über ihre Ernährung und ihr Aussehen Gedanken zu machen. Das habe sich dann ins Extreme entwickelt, so Kürschner.

Was ist eine Essstörung?

Bei einer Essstörung handelt es sich um eine Verhaltensstörung mit langfristigen und ernsthaften Gesundheitsschäden, so Kürschner. Kennzeichnend für Essstörungen seien permanente Sorgen um Essen und Gewicht sowie Nahrungsverweigerung oder unkontrollierte Essanfälle.

Hilfe beim Thema Essstörungen und anderen Süchten gibt es unter www.suchtberatung-wuerzburg.de.