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Würzburg/München: Verwaltungsgericht befasst sich mit geplanter Straßenbahn-Line 6

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21.07.2022, 05:30 Uhr in Lokales
Hublandlinie Theaterstrasse
Fotomontage: WVV

Die Straßenbahn Linie 6 in Würzburg ist am Donnerstag Thema vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

Geklagt haben zwei Würzburger. Sie wohnen entlang der geplanten Strecke, durch die die neue Linie 6 vom Bahnhof zum Hubland entstehen soll. Die beiden Kläger beanstanden, dass ihre Einwände im Rahmen der bisherigen Planung nicht ausreichend gewürdigt wurden.

Als direkte Anwohner der geplanten Linie befürchten sie durch die neue ÖPNV-Führung eine zusätzliche Verkehrsbelastung vor ihren Grundstücken. Die aktuelle Planung hat insgesamt sieben Jahre gedauert, in der Zeit gab es dreimal die Möglichkeit für Privatleute und Betroffene Einwände vorzubringen.

Diese Gelegenheiten wurden genutzt, so sind mehrere hundert Einwände eingegangen und wurden anschließend geprüft. Laut den beiden Klägern, die ihre Bedenken ebenfalls vorgebracht haben, aber wohl nicht in ausreichendem Maße.

Die Klage richtet sich nicht gegen die Würzburger Straßenbahn GmbH der WVV sondern gegen den Freistaat Bayern, der das Baurecht schaffen muss. Laut der WVV werde man für den Fall, dass das Verwaltungsgericht den Klägern Recht gibt, versuchen, ihnen entgegenzukommen.

Denkbar wären hier beispielsweise Schallschutzfenster, die verbaut werden könnten, um die Belastung durch die neue Linie zu reduzieren. Die WVV rechnet bei einer Entscheidung für die Kläger nicht mit einer weiteren großen Verzögerung beim Bau der Linie, wohl aber mit Kostensteigerungen.

Bereits 2009 hatte der Stadtrat beschlossen, dass die Linie 6 kommen soll – zur Landesgartenschau 2018 sollte sie bereits fahren. Der Bau hatte sich aber immer wieder verzögert, auch weil es aus der Bevölkerung zahlreichen Widerstand gab.

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