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Würzburg: SPD und CSU von Verkehrskonzept der Bündnisfraktion überrascht

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vor einem Monat in Lokales
Ein Autoreifen auf der Straße
Foto: Pixabay.com

Am Donnerstag haben fast alle Stadtratsfraktionen ein gemeinsames Mobilitätskonzept für die Würzburg Innenstadt vorgestellt – nicht dabei sind CSU und SPD. Beide Parteien zeigen sich in einer ersten Reaktion überrascht und verwundert. Das Bündnis habe CSU und SPD erst am Mittwochabend – nicht einmal 24 Stunden vor der öffentlichen Präsentation – über das Konzept informiert. Es könne also keine Rede davon sein, dass man im Vorfeld Gespräche gegeben habe oder man eingebunden gewesen sei.

CSU lehnt Pläne ab

Die CSU hat in einer Reaktion eine Unterstützung des Konzepts abgelehnt. Man wolle Parkplätze in der Innenstadt erhalten und nicht abschaffen. Zudem seien viele Ideen aus dem Konzept schon bekannt – beispielsweise mehr Verkehr in die Parkhäuser zu lenken. Andere Ideen seien längst als nicht realisierbar verworfen worden. Dazu zähle ein Park &Ride -Parkhaus an der Feggrube samt Straßenbahnanschluss.

SPD will sich mit Plänen auseinandersetzen

Ähnlich äußert sich auch Alexander Kolbow, der Fraktionsvorsitzenden der SPD. Viele Vorschläge des Bündnis seien altbekannt und viel diskutiert. Die SPD teile den Plan, den Individualverkehr in Parkhäuser umzuleiten. Das hätte man aber beispielsweise schon vor vier Jahren haben können, beklagt Kolbow, da hätten unter anderem die Grünen den Bau einer Tiefgarage unter dem Kardinal-Faulhaber-Platz abgelehnt. Die Talavera kostenpflichtig zu machen sieht Kolbow – genauso wie die CSU – kritisch. Die SPD will nun die Vorschläge des Bündnis in Ruhe analysieren und dann entscheiden, ob sie sich anschließt oder nicht.