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Würzburg: Stadtrat befasst sich mit Kita-Schließung

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08.02.2024, 05:30 Uhr in Lokales
Ein Kindergartenkind in der Kita
Foto: pixabay.com

Der Würzburger Stadtrat beschäftigt sich am Donnerstag mit der drohenden Schließung der Kita Stift Haug in der Heinestraße. Die Kirchenstiftung hat den aktuellen Vertrag mit dem Träger der Kita, dem Verein ElisabethenHeim, zum Ende des Kindergartenjahres am 31. August 2024 gekündigt.

Mietfrei nicht mehr möglich

Die Kirche begründet diesen Schritt damit, dass sie es sich nicht mehr leisten könne, dem Kindergarten das Gebäude mietkostenfrei zu Verfügung zu stellen. Der Vertrag könne allerdings verlängert, bzw. neu abgeschlossen werden, wenn sich beide Seiten auf eine künftige Mietzahlung einigen.

Das sei finanziell allerdings ohne die Hilfe der Stadt Würzburg nicht stemmbar, so der Träger. Es habe deswegen auch bereits ein Gespräch zwischen dem Träger und der Stadt (Sozialreferat und Stadtkämmerei) gegeben. Dabei habe die Stadt angekündigt, an finanzieller Unterstützung zu arbeiten.

"Runder Tisch" soll helfen

Eine endgültige Lösung gebe es derzeit aber nicht, weswegen der Träger einen "Runden Tisch" fordert, bei dem Kirche, Träger und Stadt gemeinsam eine Lösung für den Erhalt der Kita erarbeiten.

Eine konkrete Höhe der Mietforderung der Kirche liegt derzeit noch nicht vor, 6.000 bis 8.000 Euro monatlich sind zwar im Gespräch, die Kirche habe bereits vor der Kündigung des Vertrags aber signalisiert, dass sie zu Verhandlungen über die Höhe bereit wäre.

Fall kommt in den Stadtrat

Die Stadt Würzburg zeigt sich unterdessen nach eigenen Angaben überrascht davon, dass sich der Träger an die Öffentlichkeit gewandt hat. „Das Vorgehen des Trägers ist befremdlich und so weder mit der Stadt Würzburg noch mit dem Referat Kath. Kindertageseinrichtungen und Kinderhilfe des Diözesancaritasverbandes abgesprochen.“

Auch lägen der Stadt Würzburg bis heute keine konkreten Zahlen vor, wie hoch das Defizit der Einrichtung sei und wie hoch die Unterstützung durch die Stadt Würzburg sein solle. Wie in solchen Fällen aber üblich werde die Stadt Würzburg den Eltern eine Lösung anbieten.

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