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Würzburg/Untereisenheim: Urteil im Theresa-Prozess gefallen

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vor einem Monat in Lokales
Ein Richterhammer liegt auf dem Tisch, ein Paragraphenzeichen ist daneben
Foto: Pixabay.com

Im Berufungsprozess um den Unfalltod der 20-jährigen Theresa Stahl ist am Mittwochnachmittag das Urteil gegen den Fahrer des Wagens gefallen. Das Würzburger Landgericht verurteilte den 22-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung.

Im April 2017 war die damals 20-jährige Theresa in Eisenheim von einem Auto erfasst worden, in dem die vier betrunkenen Angeklagten saßen. Sie starb wenige Tage später im Krankenhaus. Die Männer fuhren am Unfallort einfach weiter. Im Herbst 2019 war der Fahrer in erster Instanz wegen fahrlässigen Vollrauschs zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt worden – der Mann war als schuldunfähig eingestuft worden. Das Urteil hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen Berufung eingelegt. Der Prozess in zweiter Instanz war längere Zeit unterbrochen, weil zwischenzeitlich ein Mordverdacht im Raum gestanden hatte. Es ging um die Frage, ob einer der Passagiere den Fahrer aufgefordert hatte, Theresa umzufahren. Dafür fanden sich aber keine stichhaltigen Beweise. Zu Beginn der Woche wurde die Berufung gegen die drei Mitfahrer im Unfallauto zurückgenommen – damit sind die Urteile gegen die Drei aus erster Instanz wegen unterlassener Hilfeleistung rechtskräftig. Sie wurden zu Geldstrafen in Höhe von 1.000, 1.500 und 2.000 Euro verurteilt.