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Würzburg: Virologe fordert Kompromiss-Lösung im Kampf gegen Corona

vor einem Monat in Lokales
Coronavirus Darstellung in rot
Foto: pixabay.com

Im Kampf gegen die neue Corona-Variante „Omikron“ fordert der Würzburger Virologe Professor August Stich eine Kompromisslösung. Aus wissenschaftlicher Sicht sei ein weiterer kompletter Lockdown notwendig, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Das sei aber wiederum aus sozialer Sicht weder sinnvoll noch umsetzbar, so der Virologe.

Die Politik müsse nun einen Kompromiss finden: Die Ausbreitung von Omikron müsse so weit verlangsamt werden, dass das Gesundheitssystem aufrechterhalten werden könne, so der Virologe. Das öffentliche Leben müsse trotzdem weitergehen – wenn auch mit Einschränkungen. Deswegen sei es wichtig, vernünftig und rücksichtsvoll zu handeln, so Stich.

Vergangene Woche ist der erste Omikron-Fall in Würzburg bestätigt worden, in Main-Spessart gibt es drei Verdachtsfälle.

Bund-Länder-Gipfel am Dienstag

Am Dienstag treffen sich Bund und Länder, um über weitere Corona-Maßnahmen zu beraten. Hintergrund ist die sich ausbreitende Omikron-Variante. Einen Lockdown vor Weihnachten hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bereits am Sonntag ausgeschlossen. Laut einer ersten Beschlussvorlage stehen unter anderem verschärfte Kontaktbeschränkungen – auch für Geimpfte und Genesene – auf der Tagesordnung des Sondergipfels.