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Würzburg: Wirtschaft geht Verkehrskonzept zu schnell

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vor 13 Tagen in Lokales
Talavera Parkplatz Autos Bild 3
Foto: Funkhaus Würzburg

Bereits kommende Woche will der Würzburger Stadtrat das Verkehrskonzept „Besser leben im Bischofshut“ auf den Weg bringen. Der Planungsausschuss hatte am Dienstag schon zahlreiche Punkte positiv begutachtet. Zentrales Ziel ist es, den Verkehr in der Innenstadt zu minimieren und so die Aufenthaltsqualität zu stärken.

Der Würzburger Wirtschaft geht das zu schnell – zahlreiche zentrale Fragen seien noch offen, schreibt die IHK in einer Pressemitteilung.


Guter Grundgedanke - aber falsche Reihenfolge


Insgesamt sehe man den Grundgedanken des Konzepts zwar positiv, so die IHK. Unter anderem der Einzelhandelsverband, die DEHOGA (Hotel- und Gaststättenverband) oder das Stadtmarketing hätten aber schon im November darauf hingewiesen, dass man darauf achten müsse, die Innenstadt nicht zu schädigen.

Genau das drohe bei dem jetzigen Vorgehen aber, wenn Maßnahmen in der falschen Reihenfolge umgesetzt werden beklagt die Wirtschaft.


Es fehlen Alternativen zur Talavera


So sei die Einführung von Parkgebühren auf der Talavera schädlich – solange es keine Verbesserungen in ÖPNV oder beim Park & Ride-Angebot gebe, um die Innenstadt gut erreichen zu können.

Händler und Dienstleister stünden durch die Pandemie ohnehin schon erheblich unter Druck, weitere Belastungen seien da nicht zumutbar.


Wirtschaft fehlt Blick über die eigene Kirchturmspitze

Auch insgesamt fehlt der Wirtschaft bislang ein Konzept, in welcher Reihenfolge die Maßnahmen sinnvoll umgesetzt werden können.

So komme beispielsweise die Verflechtung der Stadt Würzburg als Oberzentrum mit der Region bislang deutlich zu kurz.

Auch gebe es keine durch Daten untermauerte Analyse, welche Mobilitäts- und Verkehrsbedürfnisse konkret bestehen. Eine solche Analyse müsse aber die Grundlage sein, um ein attraktives ÖPNV-Angebot zu schaffen das dann auch angenommen wird.