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Würzburg: Zufallsentdeckung im Stadtarchiv - verstorbener Henry Kissinger lebte auch in Würzburg

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30.11.2023, 21:06 Uhr in Lokales
Der gestorbene Ex-US-Außenminister bei einem Besucht anlässlich seines 100. Geburtstags in Fürth.
Foto: Kasa Fue via wikipedia.org

Am Donnerstag ist bekannt geworden, dass der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger im Alter von 100 Jahren gestorben ist. Ausgerechnet am selben Tag wurde im Würzburger Stadtarchiv eine Zufallsentdeckung gemacht: Henry Kissinger lebte auch in Würzburg.

Laut einer Mitteilung der Stadt geht das aus einer Straßenkarteikarte hervor. Demnach ist er mit seinem bürgerlichen Namen Heinz Alfred Kissinger als Schüler der ehemaligen Israelitischen Lehrerbildungsanstalt aufgeführt. Kissinger war Jude, die Nazis hatten ihm in seiner Heimatstadt Fürth aber verboten, das Gymnasium zu besuchen.

Wann genau Kissinger nach Würzburg gezogen ist und wie lange er hier gelebt hat, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Fest steht, dass er am 14. Juli 1938 Würzburg wieder verlassen hat, um zurück nach Fürth zu gehen. Später zog er in die USA.

Henry Kissinger war einer der prägenden Politiker der USA in den 70er Jahren. Der in Franken geborene Deutschamerikaner gestaltete die amerikanische Außenpolitik unter den Präsidenten Nixon und Ford stark mit. Kissinger erhielt im Jahr 1973 den Friedensnobelpreis für den Waffenstillstand in Vietnam - was aber auch Kontroversen auslöste.

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