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Unterfranken: Weniger Kinder und mehr Pflegefälle fordern Caritas

02.02.2026, 06:00 Uhr in Lokales
Haende Pflege Symbolbild
Bild: UKW / Caroline Liebscher

In der Region gibt es aktuell weniger Kinder als noch vor wenigen Jahren, dagegen steigt die Zahl älterer und alter Menschen kontinuierlich. Beide Entwicklungen beschäftigten die Caritas in der Region.

Rund 9.000 Mitarbeitende kümmern sich in knapp 500 kirchlichen Kitas um 32.000 Kinder. Vor einigen Jahren habe es noch zu wenige Plätze gegeben, inzwischen gebe es zu wenige Kinder für die vorhandenen Plätze. Ausbaupläne müssen deswegen auf Eis gelegt werden, gleichzeitig steigt der finanzielle Druck.

Im Bereich der Pflege arbeiten unter dem Dach der Caritas 44 ambulante Pflegedienste und 43 Seniorentagesstätten. Dazu kommen knapp 3.000 stationäre Plätze in Pflegeeinrichtungen. Weil es aber an Pflegepersonal mangelt, können nach Angaben der Caritas aktuell jeder zehnte Pflegeplatz nicht belegt werden.

Die Pflegesituation werde sich in den nächsten Jahren noch verschärfen. Prognosen gegen im Jahr 2050 von rund 95.000 mehr Menschen in Unterfranken aus, die Pflege brauchen. Ein Drittel mehr im Vergleich zu 2021. Um das aufzufangen, bräuchte man 2.200 Pflegekräfte und -helfer zusätzlich, warnt die Caritas.

Sie selbst setzt schon jetzt auch auf ausländische Fachkräfte. Aktuell werden bei der Caritas in Unterfranken Menschen aus 58 Nationen beschäftigt. Besonders in Indien, auf den Philippinen oder in Mexico sei das Interesse an einer Pflegeausbildung hoch.