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Würzburg: Sparkasse Mainfranken Würzburg zufrieden mit Corona-Jahr

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vor 3 Monaten in Lokales
Viele Bargeldscheine aufgefächert auf einem Haufen
Symbolfoto: Pixabay.com

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen – die Sparkasse Mainfranken Würzburg hat das vergangene Jahr mit einem Überschuss von rund 6 Millionen Euro abgeschlossen. Diese Zahl haben die Vorstandsmitglieder am Nachmittag in der Jahresbilanz vorgelegt. Die Summe liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Auch ihren Platz als viertgrößte Sparkasse in Bayern konnten die Würzburger behaupten.

Sparen und Anlegen:

Dass die Menschen während Corona weniger Geld ausgaben und deshalb ansparen konnte, zeigte sich auch: Insgesamt ist das Geldvermögen der Sparkasse Mainfranken Würzburg um rund acht Prozent, das sind 904 Millionen Euro, gestiegen. 350 Millionen Euro davon stammen von Privatpersonen. Sie legten ihr Geld trotz minimaler Zinsen vor allem so an, dass sie täglich darauf zugreifen können. Die Zahl der abgeschlossenen Bausparverträge sank 2020 um 40 Millionen Euro auf 239 Millionen Euro. Anleger sind vor allem Personen, die in Zukunft ein Haus bauen wollen. Insgesamt betreut die Sparkasse knapp 12 Milliarden an Kundenvermögen.

Kredite:

Während der Pandemie hat die Sparkasse Mainfranken ihr Kreditgeschäft nach eigenen Angaben stark erweitert. Insgesamt rund 1,3 Milliarden neue Kredite sind vergeben worden. Das entspricht nahezu 20 Prozent des Bestands. Gleichzeitig erhielt die Bank Rückzahlungen in Höhe von etwa 860 Millionen Euro. Insgesamt bearbeitete die Sparkasse 380 Anträge auf Corona-Hilfen. Ausgezahlt wurden daraufhin Gelder in Höhe von 60 Millionen Euro. Im Bundesvergleich sei diese Zahl gering, was für die gute wirtschaftliche Situation in Mainfranken spreche. Um Kunden auch während der Pandemie beraten zu können, erweitere die Sparkasse Mainfranken Würzburg ihr digitales Repertoire. Neu angeboten wird jetzt „Beratung@Home“ per Videochat.

Unterstützte Projekte:

Mit insgesamt 2,3 Millionen Euro unterstützte die Sparkasse während der Pandemie wieder Sponsoring- und Spendenprojekte. An der Zahl waren es 850 und damit etwa 150 weniger als im Vorjahr. Auch 2021 ist hier wieder Unterstützung geplant.

Zu den unterstützten Projekten 2020 zählen unter anderem: Scherenburgfestspiele Gemünden, Turmsanierung St.-Johannis-Kirche Würzburg, Erneuerung Sonnenschutz in Klassenräumen der Lebenshilfe Main-Spessart in Lohr, Künstlerische Gestaltung der Kapelle in der Klinik Kitzinger Land, Einrichtung eines Schulgartens im Gymnasium Marktbreit, Spielgeräte für den Kindergarten St. Elisabeth in Leinach, Zuschuss für das Freizeitareal in Gossmannsdorf, diverse Projekte der Jugendarbeit Würzburger Sportvereine.

2021 sollen das digitale Filmwochenende, die Ferienbetreuung zur Unterstützung von Familien mit behinderten Kindern (Verein FortSchritt), Online-Faschingsveranstaltungen in Main-Spessart und das Neujahrskonzert der VHS Kitzingen unterstützt werden.

Im Bereich Sport unterstützt die Sparkasse die bekannten Clubs s.Oliver Würzburg, Rimparer Wölfe und Würzburger Kickers sowie etliche kleinere Vereine in ganz Mainfranken, z.B. in Form von Bandenwerbung an den Sportplätzen.

Ausblick:

Für 2021 rechnet die Sparkasse insgesamt mit einem weiter rückläufigen Gesamtergebnis. Gleichzeitig geht sie davon aus, dass das Kredit-Geschäft weiterwachsen wird. Unter anderem ist auch geplant, SB-Standorte zu optimieren. Beispielsweise in Retzbach und Langenprozelten sollen die Standorte verlagert werden - und zwar an Orte, mit höherer Kundenfrequenz. Das heißt: Die SB-Filialen bleiben im Ort, ziehen dort aber um.