Preisgestaltung in Mainfranken. So finden Verbraucher den günstigsten Stromlieferanten

vor 4 Jahren in Service, Anzeige
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pixabay.com © succo (CC0 Public Domain)

Dass es regionale Preisunterschiede für Sprit, Wohnraum und sogar Lebensmittel gibt, ist bekannt. Fürs Shoppen große Strecken zurückzulegen, nur um dann Schnäppchen ergattern zu können, rechnet sich aber in den meisten Fällen nicht. Wahres Sparpotential gibt es hingegen bei der Urlaubsplanung und bei der Energieversorgung.
Im Fokus soll nun die Energie stehen. Wer noch nie an einen Wechsel des Anbieters gedacht hat, der hat meist einen Vertrag mit dem regionalen Anbieter – das günstigste Angebot muss dieser aber bei Weitem nicht haben. Wie es zur Preisgestaltung kommt, ist jetzt Thema.
Das ist der Grund für regional unterschiedliche Strompreise

Wer verstehen will, warum es regionale Unterschiede bei den Strompreisen gibt, der muss zunächst wissen, wie sich der Strompreis überhaupt zusammensetzt. Die Bundesregierung hat auf Ihrer Webseite dazu eine entsprechende Grafik veröffentlicht, die aufzeigt, welche Faktoren den Strompreis bedingen. Dieser setzt sich so zusammen:

  • 24,1 Prozent entfallen auf die Energiebeschaffung, den Vertrieb, sonstige Kosten und die Marge.
  • 22 Prozent entfallen auf die EEG-Umlage.
  • 20,5 Prozent entfallen auf das Nettonetzentgelt.
  • 16,3 Prozent entfallen auf die Umsatzsteuer.
  • 7,2 Prozent entfallen auf die Stromsteuer.
  • 5,9 Prozent entfallen auf die Konzessionsabgabe.
  • 2,2 Prozent entfallen für die Abrechnung, Messung und den Messstellenbetrieb.
  • 1,9 Prozent entfallen auf weitere Umlagen.

Regional unterschiedlich fallen sowohl die Konzessionsabgabe, als auch die Netzentgelte aus. Zudem können Energielieferanten ein Viertel der Kosten beeinflussen.
Auf der Suche nach dem günstigsten Anbieter
Experten raten nachdrücklich dazu, den Strompreis regelmäßig zu vergleichen und auch den Anbieter zu wechseln, wenn ein günstigeres Angebot unterbreitet wird. Der Grund dafür liegt ganz einfach in der Marktwirtschaft, denn dort gilt: Wettbewerb belebt das Geschäft und wenn Verbraucher stärker auf den Preis achten, dann kann sich das auch auf die Preisgestaltung auswirken. Die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. fasst diese Tipps zum Stromanbieterwechsel zusammen:

  • Die Anbietersuche. Wer sich der einfachen Internetsuche bedient, der kann unter www.stromvergleich.de die Anbieter finden, die für die Region Nürnberg die besten Preise offerieren. Um einen Vergleich durchzuführen, müssen Verbraucher meist nur ihre letzte Stromabrechnung parat haben. Je nach Vergleichsportal kann mit der Zahl der im Haus lebenden Personen oder mit dem Stromverbrauch sowie der Postleitzahl des Wohnortes der Preisvergleich gestartet werden. Im ersten Schritt wird meist nur der Preis verglichen. Wer darauf achten möchte, woher der Strom kommt bzw. wie sich dieser zusammensetzt, der kann durch einfache Filterfunktionen den Kreis der Stromanbieter deutlich verkleinern – das macht letztlich auch die Entscheidung einfacher.
  • Die Formalitäten. Wer sich für einen Anbieter entschieden hat, muss – wie bei jedem Vertragsabschluss – das Kleingedruckte lesen. Empfohlen wird auf eine Vertragslaufzeit von einem Jahr (möglichst nicht länger) zu achten. Auch die Kündigungszeit sollte kurz und überschaubar sein. Ideal ist eine Kündigungszeit zum Ende des folgenden Kalendermonats. Sind die Formalitäten des neuen Anbieters in Ordnung, kann der Vertrag ausgefüllt und die Einzugsermächtigung erteilt werden.
  • Die Kündigung. Da natürlich niemand zwei Stromanbieter braucht, machen es einem die Anbieter heute besonders einfach und kümmern sich – mit der Vollmacht des neuen Kunden – um die Kündigung des alten Stromvertrags sowie um den nahtlosen Übergang vom alten zum neuen Vertrag. Nach einer Bestätigung wird dem Verbraucher in der Regel mitgeteilt, wann der Wechsel aktiv wird. Ab dann kann günstiger Strom bezogen werden.

Recht auf Energieversorgung gesetzlich garantiert

Abbildung 2: Keine Sorge. Das Licht geht heute bei niemandem mehr aus - auch wenn sich der neue Anbieter als Reinfall entpuppt.

Abbildung 2: Keine Sorge. Das Licht geht heute bei niemandem mehr aus – auch wenn sich der neue Anbieter als Reinfall entpuppt.

Was viele Kunden hemmt ist die Sorge darum, einem Anbieter sprichwörtlich auf den Leim zu gehen, der dann nicht den zugesagten Strom liefern kann. Ohne Stromversorgung steht heute aber niemand da, denn fällt der Lieferant aus, springt wieder der örtliche Stromanbieter ein. Die Bundesnetzagentur erklärt unter www.bundesnetzagentur.de über die Verbraucherrechte auf.

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Abbildung 2: pixabay.com © Unsplash (CC0 Public Domain)