Steißbeinfistel mittels Laser-Behandlung erfolgreich entfernen lassen: So funktioniert's

01.03.2024, 13:21 Uhr in Service, Anzeige
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Ein Sinus Pilonidalis ist umgangssprachlich als Steißbeinfistel bekannt. In den Fachkreisen der Mediziner wird die Erkrankung, die in vielen Fällen bei jungen Männern und jungen Frauen auftritt, oftmals auch als Steißbein- oder Pilonidalabszess bezeichnet. Die Entstehung der Fistel ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen und ist unbehandelt sehr schmerzhaft. Mittlerweile sind verschiedene Behandlungsmethoden möglich. Die Entfernung der Steißbeinfistel ist auch mittels Laser-Behandlung möglich.

Steißbeinfisteln: Wer ist besonders betroffen?

Die Steißbeinfistel oder Sinus Pilonidalis tritt häufig bei jungen Männern und Frauen unter 30 Jahren auf. Dabei sind Männer öfter betroffen. Warum allerdings das Problem mit einem Steißbein- oder Pilonidalabszess bei Männern häufiger auftritt, ist nicht grundlegend erforscht.

Schon bei einem Verdacht auf eine Steißbeinfistel ist es wichtig, dass schnellstmöglich ein Facharzt konsultiert wird. Proktologen sind auf diese Erkrankung spezialisiert und führen eine Behandlung durch. Auf der Webseite www.wallensteinklinik.de/steissbeinfistel-behandlung/ ist zu lesen, dass eine frühzeitige Erkennung und Behandlung wichtig sind, um starke Schmerzen und ein längeres Leiden zu mindern.

Wie entsteht die Steißbeinfistel bei Männern und Frauen?

Die häufigste Ursache für die Entstehung einer Fistel am Steißbein sind eingewachsene Haare. Dabei gelangen die abgebrochenen Haare durch Reibung in die Poren der Haut und wachsen ein. Da das eingewachsene Haar vom Körper als Fremdkörper erkannt wird, bildet sich in vielen Fällen eine Zyste.

Kleine Knötchen, sogenannte Granulome entzünden sich durch Hautkeime und es wird Eiter gebildet. Allerdings gibt es noch weitere Ursachen, die das Wachstum einer Steißbeinfistel begünstigen. Diese sind zum Beispiel:

  • langes Sitzen bei Bürojobs
  • starkes Schwitzen bei Arbeit und Sport
  • mangelnde Hygiene und Pflege
  • ein geschwächtes Immunsystem

Eiteraustritt führt zu Schmerzen beim Sitzen

Männer und Frauen, die zu Adipositas neigen, sind ebenfalls sehr oft betroffen. Da die Fistelgänge zum Steißbein hin und zur Hautoberfläche verzweigt sind, sprechen Mediziner nach der Diagnose von einem Steißbein- oder Pilonidalabszess. Der Pilonidalsinus ist anfangs nur durch kleine rote Punkte auf der Hautoberfläche erkennbar.

Im nächsten Stadium ist die Fistel ein kleiner Pickel mit einem weißen Kopf. Unter Druck tritt Eiter aus und die Steißbeinfistel verursacht Schmerzen beim Sitzen, Gehen und Liegen. Wird der Verlauf der Krankheit chronisch, ist es möglich, dass durch die Fistelgänge auch Blut und andere Flüssigkeiten austreten. Da der Druck beim Austritt nachlässt, sind auch die Schmerzen geringer. Allerdings ist ein ständiger Juckreiz zu spüren und die Stelle entzündet sich in der Regel erneut.

Wie wird die Steißbeinfistel behandelt und optimal entfernt?

Wird eine Steißbeinfistel vermutet, findet zuerst eine klinische Untersuchung durch einen Facharzt statt. Diese gründliche Untersuchung ist nötig, weil es sich auch um eine Analfistel handeln kann. Die Symptome sind sehr ähnlich. Allerdings ist bei Analfisteln eine andere Behandlungsmethode nötig.

Nach der Untersuchung wird die Steißbeinfistel in vielen Kliniken durch einen chirurgischen Eingriff entfernt. Es ist aber nach einem chirurgischen Eingriff möglich, dass sich die Fistel schnell wieder neu bildet. Minimalinvasiv und sehr erfolgreich ist die Entfernung einer Steißbeinfistel mittels Laserbehandlung.

Steißbeinfistel: So wird der Abszess mit einem Laser entfernt

Bei dieser innovativen Behandlungsmethode ist ein hochmoderner Laser im Einsatz. Der Laser dringt tief in die Haut ein. Bei der Behandlung wird die entzündliche Struktur entfernt. Gleiches gilt für Haare samt Wurzeln. Bei der Entfernung der Fistel mit einem Laser wird kein gesundes Gewebe verletzt. Der Laserkopf wird durch kleine Einstiche an die betroffenen Stellen herangeführt.

Durch die hohe Wärme des Lasers wird die behandelte Stelle gleichzeitig sterilisiert. Dies ist für den späteren Heilungsprozess sehr förderlich. Zur Sicherheit des Patienten wird die Region um die Fistel herum mit einem Ultraschallgerät überwacht.

Je nach Größe der Fistel ist eine Behandlung nach etwa 30 Minuten abgeschlossen. Nach der Behandlung mit dem Laser sind die Schmerzen sehr gering und viele Patienten können Ihr Leben schon nach wenigen Tagen wieder so richtig genießen. Die Rückfallquote nach einer Laserbehandlung ist geringer als nach einer klassischen Behandlungsmethode!