Welche Versicherungen sind Pflicht, welche sinnvoll?

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Flickr Doctors Fees 401(K) 2012 CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

In Deutschland gibt es eine große Anzahl verschiedener Versicherungen. Schnell verliert man da den Überblick und ist eher verunsichert, welche Police gesetzliche Pflicht ist und welche freiwillig. Dann gibt es noch ein breites Spektrum an Versicherungen, die man zwar nicht zwingend abschließen muss, aber die doch empfehlenswert sind. Wir haben eine kleine Übersicht zusammengestellt.

Pflichtversicherungen

In Deutschland ist es gesetzlich festgelegt, dass sich jeder gegen bestimmte Risiken versichern lassen muss. Dazu gehören die deutsche Sozial- und (in einigen Fällen) die Haftpflichtversicherung. So wurde eine Versicherungspflicht für die Sozialversicherung eingeführt, weil davon ausgegangen wird, dass individuelle Vorsorgemaßnahmen nicht ausreichend wären. Im Jahr 2007 legte man fest, dass der Abschluss einer Kranken- und Pflegeversicherung für die Einwohner Deutschlands verpflichtend ist. Dabei darf man selbst wählen, ob man sich gesetzlich oder privat versichern möchte. Zur Sozialversicherung gehören neben der Kranken- und Pflegeversicherung auch die Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung sowie die Versicherung gegen Arbeitsunfälle. In verschiedenen Bereichen ist auch eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Fahrzeughalter sind zum Beispiel verpflichtet eine KFZ-Haftpflicht abzuschließen. Manche Berufsgruppen wie unter anderem Rechtsanwälte, Ärzte, Ingenieure müssen sich mit einer Berufshaftpflicht und Berufstätige bestimmter Branchen oder Geschäftszweige mit einer Betriebshaftpflicht versichern lassen.

Sinnvolle Versicherungen

Neben den Pflichtversicherungen gibt es eine große Anzahl an Policen, die zwar nicht obligatorisch – d.h. gesetzlich vorgeschrieben –, aber sehr sinnvoll sind. Denn sie decken Risiken ab, die existenzbedrohende oder wirtschaftlich sehr belastende Schäden mit sich bringen können. Versicherte haben oft die Möglichkeit, die Höhe der Selbstbeteiligung im Falle eines Schadensfalls selbst festzulegen. Hier gilt: Je höher die Selbstbeteiligung, desto geringer die monatliche Versicherungsprämie. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, bei Policen, die ein hohes finanzielles Risiko abdecken, lieber eine hohe Selbstbeteiligung zu wählen, wenn im Gegenzug die Wahrscheinlichkeit des Schadensfalls sehr gering ist. So gibt es Anbieter wie beispielsweise CosmosDirekt, die eine Vielzahl solcher sinnvollen Policen anbieten. Dazu gehört unter anderem die Privathaftpflichtversicherung, die zu den wichtigsten zählt, da nur ein einziger Schaden den finanziellen Ruin bedeuten kann. Die Versicherung greift hier, wenn der Versicherte den Schaden nicht vorsätzlich herbeigeführt hat. Laut einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse (siehe PDF, Seite 96) haben nur 19,3 Prozent der Deutschen im Jahr 2015 eine Berufsunfähigkeitsversicherung für den Haushalt abgeschlossen. Doch auch diese zählt zu den sinnvollen Versicherungen, da sehr viele Unfälle in den eigenen vier Wänden geschehen. Im Falle eines Unfalls oder einer Krankheit, gibt der Staat nicht genug dazu, um den Lebensstandard zu halten. Auch über eine private Altersvorsorge sollte man nachdenken, da die gesetzlich ausbezahlte Rente immer geringer wird.

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