Vor wenigen Jahren waren 3D Drucker ausschließlich Techniknerds vorbehalten. Was können die Geräte heute? Und was werden wir in Zukunft von 3D Druckern erwarten dürfen? Ob Schlüsselhalter, Maschinengewehr, Gitarrenkorpus oder schicker Damenschuh und künstliches Herz, die Möglichkeiten der Drucktechnik kennen ihre Grenzen nur in der Kreativität der Benutzer. Druckpläne können für etwas Inspiration aus dem Internet heruntergeladen und in Foren geteilt werden. Auch außerhalb der Community aus Kreativen und Nerds stand schon vor Jahren fest: 3D Drucker haben eine facetten- und erfolgreiche Zukunft. Doch wie erklären sich trotz all dieser Vorteile der zukunftsweisenden Technik die lahmenden Zahlen im Endverbrauchersektor? Und was werden wir in Zukunft noch alles aus dem 3D Drucker vorgesetzt bekommen?

3D Drucktechnik heute und morgen
Die Vorteile der additiven 3D Drucktechnik sind eindeutig. So sind es individuell anpassbare Einzelgüter, welche kostengünstig hergestellt werden können und keiner Berechnungen bedürfen, ab wann sich denn die Produktion lohnen würde. Auch das additive Verfahren, also das Auftragen von Schichten ist gegenüber anderen Verfahren, wie dem Guss oder CNC-Fräsen, weniger mit Abfallstoffen verbunden und kennt selbst bei komplizierten Mustern keine Grenzen.

Mit Druckvorlagen im Netz und Programmen, die recht einfach Modelle gestalten lassen, stehen Endverbrauchern alle Möglichkeiten offen. Der einzige Nachteil und Grund für den verschlafenen Absatz im Endverbrauchersegment ist der noch recht hohe Preis der Geräte. Für einen guten 3D Drucker sind etwa 1.000 € zu investieren. Aktuelle Prognosen sagen allerdings einen Preissturz hervor: In einigen Jahren wird es gute und alltagstaugliche Modelle für weniger als die Hälfte des heutigen Preises geben und das Thema 3D Drucker noch massentauglicher sein – so Druckexperte printer-care.de. Zudem werden es neue Verfahren ermöglichen, immer neue Materialien zu verarbeiten und zu kombinieren. Doch wo liegen die Grenzen?

Die Zukunft im 3D Modell
Die Grenzen der 3D Drucktechnik liegen in der Verfügbarkeit von Basismaterial und wie fein die Strukturen sind, in denen es verbunden werden kann. Für Produkte aus Kunststoff dürften schon jetzt alle ürden beseitigt sein. Alle Alltagsgegenstände können in ihren Bestandteil im 3D Druckverfahren hergestellt werden. 3D Drucker stehen in einigen Metropolen bereits in der Bibliothek um die Ecke kostenlos nutzbar zur Verfügung.

Warum also nicht Smartphonecover, Bilderrahmen, oder Blumentöpfe selbst herstellen? Verbraucher orientieren sich an Massenprodukten und werden es auch in einer Zukunft tun, in der 3D Drucker im eigenen Hobbykeller stehen. Grund dafür ist zunächst die Markenorientierung der Menschen. Markenkleidung, Markenhandys und andere Alltagsprodukte erfüllen mehr als nur einen praktischen Zweck. Der Wiedererkennungswert, das Zugehörigkeits- und Statusgefühl, welches Konsumenten mit Marken verbinden, wird auch mit der Option alles selbst herzustellen weiterhin existent sein, sich nur langsam auflösen und einer möglichen Dezentralisierung, die durch 3D Drucktechnik möglich ist, im Weg stehen. Der Anteil der Personen, die im DIY Verfahren Schuhe und Co. fertigen wird wachsen, wenn erste Generationen mit den 3D Druckern aufwachsen und bereits in der Schule zur Kreativität ermutigt werden.

Noch ein Steak gefällig?
Der Nachteil der fehlenden Markenzugehörigkeit spielt für Wissenschaftler beim Vorantreiben der Möglichkeiten zum Glück eine geringe Rolle. Im medizinischen Bereich läuft die Suche nach brauchbaren Grundstoffen für die Herstellung menschlicher Organe weiterhin auf Hochtouren. Die Herstellung von Organen und Produkten aus organischen Materialien gehört schon heute zur Realität. Forschern gelang bereits das Herstellen von Ohren und Kieferteilen, welche im Versuch mit Mäusen vom Körper aufgenommen und wie eigene Zellen behandelt wurden.

Selbst ein Steak aus Erbsen und Algen landete bereits auf dem Teller. Die Zukunft gehört dem 3D Druck und vielleicht werden wir in 50 Jahren nicht mehr darüber reden, von welchem Anbieter unser Smartphone kam, sondern von welcher Firma das Druckmuster dafür stammt. Die Verfügbarkeit verschiedener Grundstoffe für den 3D Druck und feinere Fertigungsstärken werden schon in näherer Zukunft Menschen, die auf ein Spenderherz warten, helfen können. Und da alles lebende Gewebe aus Kohlenstoff aufgebaut ist, scheint die einzige Grenze der 3D Drucker in der Wissenschaft zu liegen.

 

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