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Unterfranken: AstraZeneca beim Hausarzt – die Lage

vor 4 Monaten in Lokales
Impfung Spritze gegen das Coronavirus wird aus Fläschchen gezogen
Foto: pixabay.com

Seit gut einer Woche dürfen Hausärzte in Bayern den Corona-Impfstoff von AstraZenenca an Personen allen Alters verimpfen. Die Nachfrage ist laut Christian Pfeiffer, Sprecher der unterfränkischen Hausärzte, sehr unterschiedlich. Teilweise würden Praxen überrannt, teilweise sei die Stimmung noch zurückhaltend. Anfragen würden aber vor allem Personen, die in keine der Prio-Gruppen fallen. Ihr Ziel: Schneller an eine Impfung kommen.

Wer fragt an?

Problematisch sei dabei, dass sich viele Personen melden, für die AstraZeneca nicht unbedingt der geeignete Impfstoff ist. Von der Ständigen Impfkommission wird er laut Pfeiffer für über-60-Jährige empfohlen. Für unter-60-jährige ist er zwar freigegeben, vorab muss aber ein Gespräch mit dem Arzt stattfinden. Das sei zeitlich sehr aufwendig. Hintergrund dieser Klassifizierung war, dass es vereinzelt zu Hirnvenenthrombosen gekommen war – besonders bei jungen Frauen.

Organisation ist kurzfristig:

Langfristig planen können die Hausärzte ihre Corona-Impfungen nicht. Lauf Pfeiffer bekommen sie immer donnerstags Bescheid, wie viel Impfstoff welches Herstellers in der nächsten Woche geliefert wird. Anschließend beginne die Planung. Wie diese läuft, entscheide jede Praxis für sich. Bei Pfeiffer selbst werden ältere Personen und damit Corona-Risikopatienten vorrangig geimpft. Die Terminvergabe der Impfungen ist von Praxis zu Praxis unterschiedlich.