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Unterfranken: GEW kann sich Distanzunterricht nach den Ferien vorstellen

vor einem Monat in Lokales
Rote Stühle stehen auf den Tischen in einem Klassenzimmer einer Schule
Foto: Funkhaus Würzburg

Am Donnerstag starten in Unterfranken rund 115.000 Schüler in die Weihnachtsferien – wie es danach weitergeht, ist noch unklar. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft Unterfranken (GEW) hält Homeschooling oder Wechselunterricht nach den Ferien für möglich und auch nötig – zumindest bei den weiterführenden Schulen. Auch der Unterfränkische Lehrer- und Lehrerinnenverband (ULLV) befürwortet Wechselunterricht oder digitalen Unterricht - sollten die Corona-Fälle weiter steigen.

Bereits jetzt fallen viele Schüler im Unterricht aus: Die Schüler seien entweder erkältet, haben Corona oder befinden sich in Quarantäne, so Jörg Nellen von der GEW Unterfranken. Eine sich ausbreitende weitere Corona-Welle würde die Situation nur verschärfen. So mache reiner Präsenzunterricht keinen Sinn mehr, so Nellen. Sein Vorschlag: Wenn die Inzidenz in einer Region sehr hoch ist, sollte man dort in den Distanzunterricht gehen.

In Grund- Förder- und Mittelschulen sollte weiterhin Präsenzunterricht stattfinden, so Nellen. Ab der siebten Klasse könne wiederum problemlos Distanzunterricht durchgeführt werden. Dabei gelte es neue Unterrichtsmethoden für das Homeschooling zu finden: Weg vom Frontalunterricht über das Internet und hin zu Breakout-Rooms, Spielen und Projektarbeiten.