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Unterfranken: Materialmangel bremst Konjunkturaufschwung in Metall- und Elektroindustrie

vor 3 Monaten in Lokales
Ein Handwerker beim Schweißen von Metall
Foto: Janno Nivergall/Pixabay

Die unterfränkische Metall- und Elektroindustrie blickt verhalten auf die kommenden Monate. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturbericht des Verbandes der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (bayme vbm) hervor.

Die Corona-Pandemie und der teils massive Mangel an Materialien bremse immer noch den wirtschaftlichen Aufschwung der Unternehmen. Im Jahresdurchschnitt erwarte man daher nur ein leichtes Produktionsplus.

Das könne aber wenig mehr als den Rückgang des letzten Jahres ausgleichen“, so Ingrid Hunger Vorsitzende der bayme vbm Main-Spessart. Das könne aber wenig mehr als den Rückgang des letzten Jahres ausgleichen“, so Ingrid Hunger Vorsitzende der bay.me vbm Main-Spessart.

Laut einer für den Konjunkturbericht durchgeführten Umfrage der bayme vbm unter ihren Mitgliedern hat sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage im Inland gegenüber dem Sommer um ein knappes Drittel verschlechtert.

Materialmangel belastet Unternehmen stark

Besonders der Materialmangel beeinträchtigt die Produktion weiterhin stark. Fast 97 Prozent der unterfränkischen Metall- und Elektrounternehmen könnten ihre Aufträge dadurch nicht abschließen, so Hunger. Fast ein Drittel der Unternehmen sei davon sogar schwer betroffen. Nur knapp 27 Prozent erwarten noch im zweiten Halbjahr 2022 eine Entspannung der Lage, der Rest frühestens 2023.

Die Produktion in diesem Jahr dürfte damit nur knapp über der von 2021 liegen. Besonders Omikron und Materialmangel bremsen den Produktionsanstieg aktuell.

Steigende Dynamik in zweiter Jahreshälfte

Frühestens in der zweiten Hälfte des Jahres erwartet der Verband eine steigende Dynamik. Ende des Jahres soll die Produktion dann den Einbruch durch Corona überwunden und ausgeglichen haben. Damit sei man aber immer noch vom Normalzustand (vor der Pandemie) entfernt.

Auch was Investitionen angeht, sind die Unternehmen eher verhalten. Rund 30 Prozent der unterfränkischen Metall- und Elektrobetriebe wollen in den nächsten Monaten ihre Investitionen erhöhen. Das sei nicht das starke Signal, dass man sich für die Region gewünscht habe, so Hunger.