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Unterfranken: Politisch motivierte Straftaten nehmen zu

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22.05.2024, 15:32 Uhr in Lokales
Polizei Schriftzug auf dem Auto
Foto: Polizei

Bundesweit ist die Zahl der politisch motivierten Straftaten erneut gestiegen. Mehr noch: Mit über 60.000 Fällen ist ein neuer Höchststand erreicht. Auch in Unterfranken hat die Zahl an politisch motivierter Kriminalität zugenommen. Insgesamt wurden im letzten Jahr 584 Fälle registriert – das sind über 100 mehr als noch 2022. Das zeigen Zahlen der Polizei Unterfranken.

Unter anderem die Preiserhöhungen in Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der eskalierte Konflikt im Nahen Osten hatten Einfluss auf die Straftaten, so die Polizei.

Den größten Anteil der Straftaten machen mit 255 die nicht zuzuordnenden Fälle aus. Gefolgt von den rechts-politisch-motivierten Straftaten: Knapp 230 hat die Polizei registriert – das sind 70 mehr als im Jahr zuvor.

Meist ging es um Propaganda, gefolgt von Volksverhetzung. Ein Beispiel ist hier das Ermittlungsverfahren gegen den AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Halemba aus Würzburg. Auch antisemitische Straftaten haben zugenommen.

Auch die links-politisch-motivierten Fälle sind gestiegen. Insgesamt hat die Polizei 50 Straftaten registriert, 20 mehr als 2022.

Dazu kommen 38 Fälle motiviert durch ausländische Ideologie. Vor allem in Schweinfurt kam es hier zu Sachbeschädigungen in Form von Palästina-Flaggen und GAZA-Schriftzügen, unmittelbar nach Beginn des aktuellen Nahost-Konflikts.

Außerdem werden 15 Fälle Straftaten mit religiöser Ideologie zugeordnet.

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