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Mainfranken: Winzer sehr zufrieden mit Eisweinlese

13.12.2022, 13:00 Uhr in Lokales
Gefrorene Weintrauben fuer Eiswein Symbolbild Funkhaus Wuerzburg
Foto: Funkhaus Würzburg

Freude bei Winzern und Wein-Fans – Die erste Eisweinlese dieses Jahr war nach Angaben der Winzer sehr zufriedenstellend. Am Dienstagmorgen haben drei Weingüter in Mainfranken bei -12 Grad Celsius gefrorene Trauben gelesen.

Das Weingut Reiss in Würzburg-Unterdürrbach, das Weingut Göbel in Randersacker und das Bio-Weingut Laudens Bach in Frickenhausen melden alle eine erfolgreiche Lese. Sie alle geben einen Oechslegrad von über 200 an. Grad Oechsle gibt den Anteil von Zucker in den Trauben an. In Deutschland muss der Eiswein mindestens 125 Grad Oechsle erreichen.

Die Besonderheit des Eisweins

Um Eiswein herzustellen, wird bei der regulären Weinlese im Herbst ein Teil der Weintrauben am Rebstock belassen. Diese müssen bis einschließlich Februar dann mindestens einmal durchgefroren sein, um als Eiswein geerntet zu werden. Dazu sind Temperaturen von -7 Grad oder niedriger notwendig. Die gefrorenen Trauben müssen dann auch im gefrorenen Zustand gepresst werden.

Das Ganze hat natürlich seinen Preis: Eine 0,375-Liter-Flasche kostet zwischen 20 und 70 Euro.

Eiswein gibt es immer seltener

Der Eiswein aus Franken hat eine sehr lange Tradition. Aufzeichnungen belegen, dass bereits seit 1794 Eisweine in der Region hergestellt werden. Dennoch wird Eiswein in den letzten Jahren immer seltener. Schuld daran sind die immer wärmer werdenden Winter, die eine Eisweinlese nicht immer möglich machen. Aus diesem Grund gehen auch immer weniger Winzer das Risiko ein. Sollte der gewünschte Frost nämlich nicht einsetzen, sind die Trauben nicht mehr zu verwenden.

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