Startups und junge Unternehmen sowie kleine mittelständische Unternehmen müssen oftmals viele Aufgaben zur selben Zeit erledigen und wollen im besten Falle expandieren. Doch meist ist nicht so viel Geld vorhanden wie benötigt wird. Teilweise sind die Bankkredite auch schon ausgeschöpft und die Bank gewährt einem keinen Kredit mehr. Zudem sind die Auflagen für Kredite, gerade für junge Unternehmen, seit Einführung von Basel I und II deutlich strenger.
Aus diesem Grund schauen sich immer mehr Unternehmen in Deutschland nach alternativen Finanzierungsarten um. Da FineTrading und das Factoring auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnen, schauen wir uns diese beiden Alternativen heute einmal näher an.

Lieferantenkredit mit Hilfe von FineTrading

Beim FineTrading wird Ware mit Hilfe eines FineTraders vorfinanziert. Wurden die formalen Aspekte mit dem Zwischenhändler geklärt sowie die Konditionen, bestellt dieser bei dem Lieferanten die gewünschte Ware. Diese Ware wird jedoch nicht an den FineTrader geliefert, sondern ohne Umweg zu dem Käufer.
Hat der Käufer die Ware geprüft und diese ist vollständig und in Ordnung, teilt dieser das dem Händler mit. Der bezahlt den Lieferanten umgehend unter Abzug von Skonto. Im Anschluss erstellt der FineTrader seine Rechnung, welche er dem Käufer zukommen lässt. Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass der Käufer in der Regel 120 Tage Zeit bekommt, um die Rechnung zu begleichen. Somit hat er genügend Zeit die gekaufte Ware zu verwerten und maximalen Umsatz zu erzielen. Gleichzeitig wird durch die optimale Abwicklung seine Beziehung zum Lieferanten verbessert, wodurch gute Konditionen entstehen können über längeren Zeitraum.

Factoring: Liquidität durch den Verkauf von Forderungen

Während FineTrading einem Geld zuerst spart und mit Waren versorgt, sorgt das Factoring für eine umgehende Liquidität. Die Grundvoraussetzung für das Factoring ist, dass bestehende Forderungen existieren, welche Veritär sein muss. Ob es sich dabei um ein Produkt oder eine Dienstleistung handelt, ist irrelevant. Fällt die Bonität ebenso positiv aus, steht dem Verkauf der Forderungen nichts mehr im Wege.
Beim Verkauf bekommt der Verkäufer binnen 48 Stunden ca. 80-90 % der Forderungssumme. Dadurch wird man umgehend liquide und kann das Geld investieren oder Rechnungen begleichen. Die eigene Buchhaltung etc. wird zudem komplett entlastet, da in der Regel das Ausfallrisiko vom Factor übernommen wird.
Sobald der Debitor die bestehende Rechnung beglichen hat, wird dem Verkäufer die restliche Summe unter Abzug von Gebühren auf das Konto überwiesen. Factoring ist in der Regel keine einmalige Sache, sondern es wird ein Vertrag über einen bestimmten Zeitraum abgeschlossen, in welchem sämtliche Forderungen veräußert werden, wodurch man immer sicher sein kann, dass man das Jahr über liquide ist. Bestimmte Forderungen können selbstverständlich ausgeschlossen werden.

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