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Mainfranken/Würzburg: Inzidenz bei Kindern bei 440

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vor 5 Monaten in Lokales
Ein Kind trägt eine Gesichtsmaske zum Schutz vor Corona
Foto: Pixabay.com

Kinder sind von der dritten Welle in der Corona-Pandemie besonders betroffen. Das zeigen auch Zahlen des Robert-Koch-Instituts, die das Max-Planck-Institut ausgewertet hat. In Würzburg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit knapp unter 200 (Stand 16.4.) – bei den Kindern zwischen 5 und 14 Jahren liegt sie demnach aber sogar bei etwa 440. Über diese Erhebung hat das ZDF zuerst berichtet. Auch im Landkreis Kitzingen (211) und in der Stadt Schweinfurt (332) ist die Inzidenz bei Kindern demnach besonders hoch.

Zahlen gehen in Würzburg mit am weitesten auseinander

Würzburg zählt somit aber sogar zu den Städten und Kreisen, bei denen die Unterschiede zwischen der Gesamt-Sieben-Tage-Inzidenz und der bei Kindern am gravierendsten voneinander abweichen. Diese Differenz dürfte laut Max-Planck Institut weiter zunehmen, je mehr Ältere geimpft sind.

Experten fordern frühere Schulschließungen

Die Sieben-Tage-Inzidenz gilt als Indikator in der Corona-Pandemie. Ein Entwurf für eine Ergänzung des Infektionsschutzgesetzes sieht vor Schulen und Kitas bei einer Inzidenz von 200 zu schließen. Viele Experten und Politiker halten diese Schwelle für zu hoch und fordern frühere Schulschließungen, unter anderem weil die tatsächliche Inzidenz in dieser Altersklasse deutlich höher ist. Ansonsten würde die dritte Welle, ohne Homeschooling, Familien anteilig stärker treffen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei 5- bis 14-Jährigen in Mainfranken
(Stand 16.4.)

Stadt Würzburg: 440 (Alle Altersgruppen: 197)

Landkreis Würzburg: 92 (Alle Altersgruppen: 113)

Landkreis Kitzingen: 211 (Alle Altersgruppen: 132)

Landkreis Main-Spessart: 161 (Alle Altersgruppen: 132)

Landkreis Schweinfurt: 112 (Alle Altersgruppen: 107)

Stadt Schweinfurt: 332 (Alle Altersgruppen: 161)