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Mainfranken/Berlin: Intensivstationen weiter stark ausgelastet - Bund und Länder beraten Maßnahmen

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vor einem Monat in Lokales
Corona Covid Testen Teststäbchen
Foto: unsplash.com

Die Corona-Pandemie verliert weiter nicht an Kraft. Zwar sind laut dem Robert-Koch-Institut sind am Dienstag in ganz Mainfranken die Sieben-Tage-Inzidenzen leicht gesunken. Dafür werden seit Montag allerdings neun Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet - der höchste Wert seit Monaten.

Die aktuellen Inzidenzen in Mainfranken

Stadt Würzburg: 421,4
(-16,6 im Vergleich zum Vortag / +52 im Vergleich zur Vorwoche)

Landkreis Würzburg: 304,2
(-32,6 im Vergleich zum Vortag / +52,9 im Vergleich zur Vorwoche)

Landkreis Kitzingen: 488,6
(-15,2 im Vergleich zum Vortag / +85,1 im Vergleich zur Vorwoche)

Landkreis Main-Spessart: 277
(-15,1 im Vergleich zum Vortag / +10,3 im Vergleich zur Vorwoche)

Landkreis Schweinfurt: 650,2
(-35,5 im Vergleich zum Vortag / +95,2 im Vergleich zur Vorwoche)

Stadt Schweinfurt: 527
(-1,9 im Vergleich zum Vortag / +33,7 im Vergleich zur Vorwoche)

Alle aktuellen Zahlen und Regelungen zu Corona gibt es hier.

Anteil der Covid-Patienten auf Intensivstationen wächst

Auch die Auslastung der Intensivstationen bleibt hoch. Während vor zwei Wochen jeder fünfte Intensivpatient in Mainfranken wegen Covid behandelt wurde, ist es inzwischen fast jeder Dritte. Laut der Regierung von Unterfranken können inzwischen auch nur noch in Einzelfällen Patienten aus anderen Teilen Bayerns in den Kliniken in der Region aufgenommen werden.

Beratungen zum weiteren Vorgehen zwischen Kanzlerin und Länderchefs

Die Politik in Berlin will das weitere Vorgehen beraten. Noch-Kanzlerin Angela Merkel, ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am Dienstag in einer Schalte beraten. Zuvor wollen sie aber eine Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts abwarten. Darin geht es um die Rechtmäßigkeit der Bundesnotbremse im Frühjahr, mit Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren. Die Entscheidung könnte auch weitreichende Folgen für die Bewertung der aktuellen Lage haben.

Forderungen nach Lockdown werden lauter

Vor der Bund-Länder-Schalte zur Corona-Krise fordert Kanzleramtschef Helge Braun eine "Notbremse", um der Infektionslage Herr zu werden. Das deutsche Gesundheitssystem sei regional überlastet, sagte Braun den Zeitungen der Funke-Mediengruppe zur Begründung. Nur mit einer "Notbremse" könne es gelingen, die Infektionszahlen bis Weihnachten wieder zu senken. Ziel müsse es sein, in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen die Kontakte schnell um 60 bis 70 Prozent zu reduzieren, forderte Braun.