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Mainfranken: Künftig mehr Starkregen in der Region

vor 17 Tagen in Lokales
Ein Bach am Straßenrand, ausgelöst von Starkregen
Foto: Hörer Thorsten

Die Zahl der Starkregen-Ereignisse in Mainfranken wird künftig deutlich zunehmen – das zeigt eine wissenschaftliche Studie eines internationalen Forschungsteams der Universitäten München und Freiburg. Erstellt wurde eine Prognose für den Zeitraum von 2060 bis 2099.

Infolge des Klimawandels soll insbesondere intensiver Starkregen – wie er sich im Juli 2021 in der Eifel ereignet hatte – in Zukunft bis zu viermal häufiger auftreten. Bislang gab es solche intensiven Regen alle 50 bis 100 Jahre. Damit steigt auch die Gefahr von Überflutungen. Noch häufiger sollen schwächere Starkregen auftreten. Bisher gab es sie alle zwei bis zehn Jahre. In Zukunft sollen sie doppelt so oft vorkommen. Die schwächeren Starkregen müssen aber nicht zwangsläufig zu Überschwemmungen führen: An manchen Orten könne das Hochwasserrisiko wegen der immer trockener werdenden Böden sinken.

Bayernweit hat das Forscherteam 78 Oberwassereinzugsgebiet um Main, Donau und Inn untersucht und analysiert, welche extremen Niederschlagsereignisse wahrscheinlich auch zu Überflutungen führen. Die Studie orientiert sich dabei an Messungen zwischen den Jahren 1961 und 2000. Basierend auf diesen Daten haben die Wissenschaftler eine Simulation für Bayern bei einem in Zukunft wärmeren Klima entwickelt.