Anzeige

Mainfranken: Telefon-Trickbetrüger ergaunern 80.000 Euro

vor 3 Monaten in Lokales
Eine alte Frau mit einem Telefon in der Hand
Foto: pixabay.com

Insgesamt 80.000 Euro haben Telefontrickbetrüger gestern in Stadt und Landkreis Würzburg erbeutet. In Kürnach hatten sie sich bei einer älteren Frau als Polizisten gemeldet und behauptet, ihr Sohn habe einen tödlichen Unfall verursacht. Sie müsse nun Kaution zahlen, um ihn vor dem Gefängnis zu bewahren. In Würzburg gab sich ein Mann als Sohn des Opfers aus, er sei schwer an Corona erkrankt und brauche nun dringend Geld, um neuartige Medikamente zu bekommen. Anschließend riefen auch noch mehrere angebliche Ärzte bei der Frau an und setzten sie zusätzlich unter Druck. Sie hob schließlich all ihr Erspartes ab und übergab es an einen Helfer.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Kampagne „Leg auf“ hin, die sich gezielt an ältere Menschen richtet.

Folgende Verhaltenstipps hat die Polizei bei Trickbetrügern am Telefon:

  • Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich ein entsprechender Fall!
  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder als Lockmittel zu deponieren!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.