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Würzburg: Innenminister spricht von „eklatanter Verdacht“ für islamistisches Motiv

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vor 5 Monaten in Lokales
Zahlreiche Kerzen leuchten in der Dämmerung am Barbarossaplatz
Foto: Funkhaus Würzburg

Nach der Messerattacke in Würzburg verdichten sich die Hinweise auf ein islamistisches Motiv. Noch ist aber unklar, ob er als Terrorist zu bewerten ist oder nicht. Bayerns Innenminister Hermann sprach von einem "eklatanten Verdacht". So sei in der Unterkunft des 24-Jährigen einiges gefunden worden, was auf islamistisches Propagandamaterial hinweisen könnte, so Herrmann. Zudem habe der Verdächtige selbst von „seinem Beitrag zum Dschihad“ gesprochen. Herrmann verwies aber auch auf die noch laufenden Ermittlungen. Vor allem müssten noch zwei Handys des Somaliers ausgewertet werden.

LKA bewertet Fundstücke

Aktuell bewerten Islamwissenschaftler die gefundenen Beweisstücke, dies sei aber umfangreich, heißt es vom Landeskriminalamt. Welche weiteren Fundstücke noch untersucht werden, sagte der Sprecher nicht.

Pflichtverteidiger zugewiesen

Wie berichtet sitzt der 24-Jährige inzwischen in Untersuchungshaft in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt. Laut seinem ihm zugewiesenen Pflichtverteidiger Hanjo Schrepfer sei es jetzt vor allem die Frage, in welchem Zustand sein Mandat die Tat begangen habe. Daraus ergebe sich dann ob er schuldfähig oder schuldunfähig war. Sollte eine Schuldunfähigkeit festgestellt werden ginge es wohl um eine psychiatrische Unterbringung.