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Würzburg: Polizei sucht nach Messerattacke Zeugen

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vor 2 Monaten in Lokales
Die Polizei steht am Tag nach der Messerattacke noch vor Woolworth
Foto: Funkhaus Würzburg

Nach der Messerattacke mit drei Toten und mindestens fünf Schwerverletzten laufen die weiteren Ermittlungen. Die Polizei hat angekündigt im Lauf des Samstags im Rahmen einer Pressekonferenz weitere Informationen bekannt zu geben.

Mindestens zwei der Verletzten schweben noch in Lebensgefahr. Unter den Verletzten ist laut Innenminister Herrmann zudem ein kleiner Junge. Eins seiner Elternteile sei unter den Getöteten. Bei den Opfern der Messerattacke handele es sich überwiegend um Frauen.

Unterdessen arbeitet die Polizei an der Aufklärung der Hintergründe. Laut Bayerns Innenminister Herrmann kann ein islamistischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden. Laut Zeugenangaben soll der 24-jährige Somalier bei dem Angriff "Alahu Akbar" (arabisch für "Gott ist groß") gerufen haben. Zudem geht die Polizei davon aus, dass sich Täter und Opfer nicht kannten und die Opfer wahllos ausgesucht wurden.

Polizeihubschrauber kreiste bis in die Nacht

Bis in die Nacht war über Würzburg auch noch ein Polizeihubschrauber unterwegs. Die Polizei betont aber, dass es keine weitere Fahndungsmaßnahmen gab. Ebenfalls am Abend wurden noch Wohnräume des Angreifers in einer Würzburger Obdachlosenunterkunft durchsucht.

Polizei bittet um Bereitstellung von Fotos und Videos - Zeugentelefon geschaltet

In sozialen Medien hatten sich schnell Bilder und Videos der Tat verbreitet. Die Polizei bittet darum, diese für Ermittlungszwecke bereitzustellen und hat dafür ein Medien-Upload-Portal eingerichtet. Es ist erreichbar unter https://medienupload-portal03.polizei.bayern.de

Zudem gibt es ein Zeugentelefon der Polizei unter der Nummer 0800 / 3 00 00 50.

Psychologische Betreuung für Zeugen möglich

Für Personen, die nach der Tat psychologische Betreuung oder ein Gespräch wünschen können sich an die Telefonnummer 0800 / 655 3000 wenden. Dort steht geschultes Personal zum Gespräch bereit.

Innenstadtbereich wieder frei

Die Spurensicherungsmaßnahmen der Polizei sind in der Nacht zum Samstag abgeschlossen worden. Auch die sichtbaren Spuren der Tat im Freien wurden in den frühen Morgenstunden noch beseitigt.

Der Innenstadt-Bereich ist nicht mehr abgeriegelt. Aktuell ist noch das Kaufhaus Woolworth abgesperrt, in dem es zu der ersten Messerattacke gekommen war.