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Würzburg: Nur ganz wenige Menschen reagieren auf Corona-Impfung

vor einem Monat in Lokales
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In Würzburg reagieren nur ganz wenige Personen auf ihre Corona-Impfung. Das zeigt zumindest die Erfahrung aus den dortigen Impfzentren. Der zuständige Impfarzt Christoph Zander betont aber auch, dass man nicht von allen Fällen von Nebenwirkungen wisse, da diese nicht systematisch erfasst werden. Laut seiner Erfahrung müssten unter einem Prozent der pro Tag Geimpften im Anschluss liegend behandelt werden – das sind etwa vier bis sechs Personen. In den Zentren werden aktuell fast ausschließlich Zweit-Impfungen verabreicht.

In welchem Alter eher Nebenwirkungen

Bei älteren Menschen kommt es laut Zander im Vergleich zu Jüngeren generell eher zu schwerwiegenderen Nebenwirkungen, weil oft schon Vorerkrankungen da sind. Diese können das Herz betreffen oder zum Beispiel auch hoher Blutdruck sein. Jüngere reagierten grundsätzlich häufiger auf die Impfung. Bei ihnen seien die Reaktionen aber meist nicht so gefährlich. Unter anderem beobachte man hier eher allergische Reaktionen. Generell – unabhängig von Alter und Geschlecht - typisch seien Schmerzen an der Einstichstelle, grippeähnliche Symptome wie Fieber und Unwohlsein und auch Kopfschmerzen. 30 Prozent der Geimpften bekämen Kopfschmerzen. Hitzebedingt kommt es teils zu Kreislauf-Problemen. Zander empfiehlt deshalb, auch vor der Impfung ausreichend zu Trinken. Bei Impfungen mit Biontech und Moderna seien die Nebenwirkungen nach der zweiten Gabe stärker, bei AstraZeneca nach der ersten.

Kopfschmerzen oder Sinusvenenthrombose?

Besonders schwierig fällt den Ärzten die Diagnose, wenn nach der Impfung Kopfschmerzen auftreten. Bei der Sinusvenenthrombose – die es ja vereinzelt bei jungen Frauen nach AstraZeneca-Gabe gab - sollen diese häufig erst am vierten Tag nach der Impfung kommen. Die „normalen“ Kopfschmerzen würden hingegen nach drei Tagen wieder verschwinden.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Zum Arzt gehen sollen Personen, die länger als drei Tage nach der Impfung Kopfschmerzen haben. Auch, wer seine Reaktionen nicht mit haushaltsüblichen Medikamenten in den Griff kriegt, soll sich untersuchen lassen. Gleiches gilt, wenn allergische Reaktionen auftreten.

Impfzentren bleiben nächste Woche je einen Tag dicht

Ein bisschen Hoffnung auf eine Sonder-Lieferung Corona-Impfstoff haben die Verantwortlichen noch. Vor Monaten sei so etwas einmal angepriesen worden, danach aber keine Rückmeldung mehr gekommen. Sollte Extra-Impfstoff geliefert werden, wären auch Erst-Impfungen nach der regulären Terminvergabe in den Zentren möglich. Eine Sonder-Impfaktion, ohne Termin, wie sie es vergangene Woche in Main-Spessart gab, wird es nicht geben. Weil die Sonder-Lieferung aber ja noch unsicher ist, planen die Zentren in der kommenden Woche nur Zweit-Impfungen. Am Mittwoch stünden auf der Talavera und am Donnerstag in Giebelstadt keine an, deshalb blieben die Zentren dann dicht.